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Gift im Badezimmer - Bedenkliche Inhaltsstoffe und wie du sie einfach ersetzen kannst


Wir bewohnen keine saubere Welt. Schon allein über Atemluft und Trinkwasser kommen wir täglich mit zahlreichen chemischen Substanzen in Berührung. Feinstaub, Mikroplastik, Konservierungsstoffe, Pestizidrückstände, Weichmacher, Mineralöle, Parabene…um nur ein paar wenige zu nennen.

Wir können nicht entscheiden, welche Luft wir atmen und welchen Umweltstoffen wir ausgesetzt sind, aber wir können selbst entscheiden, was wir essen, trinken und was wir auf die Haut streichen. Die Reduktion von chemischen Produkten hat nachweislich eine starke gesundheitsfördernde Wirkung.

Schadstoffe in Kosmetikprodukten

Es besteht eine dicke Freundschaft zwischen Chemikalien und der konventionellen Kosmetikindustrie. Dabei haben diese billigen Zutaten nicht einmal pflegende Wirkung, sondern tun nur so als ob, während sie Körper, Haut und Haar nachhaltig schaden. Aber nicht nur das! Viele der Stoffe sind hormonell wirksam. Und wie man leicht vermuten kann, handelt es sich hier um Chemikalien, die wie Hormone wirken und unseren Organismus so richtig durcheinanderbringen können. Werden sie über die Haut aufgenommen, verstärken oder hemmen sie die körpereigene Hormonwirkung. Das kann bei Frauen zum Hormonchaos und bei Männern zu Unfruchtbarkeit führen. Viele synthetische Inhaltsstoffe führen zu Irritationen der Haut und sind sogar nachweislich gesundheitsschädigend.

Bei konventionellen Pflegeprodukten ist die Inhaltsstoffliste (INCI - International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) oft lang und unverständlich. Das macht es einem sehr schwer, sich auf Anhieb zurechtzufinden. Könnten wir alle Fachbegriffe entziffern, würden wir uns sicherlich vieles davon nicht mal auf die Füsse schmieren, denn oft steckt da Bedenkliches drin. Sowohl für dich, als auch für die Umwelt! Viele Stoffe gelangen über den Abfluss in unsere Gewässer, reichern sich dort an und schädigen das Ökosystem.


Einige typische Inhaltsstoffe


Erdöl

Sehr billig, dichtet die Haut ab, kann sie langfristig austrocknen, nur schwer biologisch abbaubar


Mikroplastik

In fester, gel-/ wachsartiger oder flüssiger Form in Cremen, Duschgel, Peeling, Zahnpasta & Co.

Parabene

Synthetischer Konservierungsstoff, hormonell wirksam. Die Folgen sind unzureichend erforscht, kann Allergien auslösen

PEGs und PEG-Derivate

Emulgatoren und aggressive Tenside aus Erdöl, machen unsere Haut durchlässig für Schadstoffe


Weichmacher (Phthalate)

Beeinflussen den Schutzmechanismus der Haut, Verdacht hormonell wirksam zu sein

Tierische Inhaltsstoffe, schwer abbaubare chemische UV-Filter, konventionelles Palmöl, Formaldehyd, reizende Duftstoffe, Aluminium…

Weniger ist mehr

Wir besitzen aufgrund von Gewohnheiten und verlockenden Werbeversprechen oft sehr viele verschiedene Produkte. Doch braucht es diese überhaupt?


Folgende Fragen kannst du dir stellen:

· Welche Produkte verwende ich einfach aus Gewohnheit und was brauche ich wirklich?

· Was ist in den Pflegeprodukten enthalten? Sind es gute Inhaltsstoffe, oder muss mein Körper dadurch wieder mehr entgiften?

· Gibt es Alternativen im Bereich Naturkosmetik oder kann ich meine Produkte in kurzer Zeit selbst herstellen?


Lieber minimalistischer und dafür hochwertige, echte und zu dir passende Naturkosmetik. Allerdings…der Begriff "Naturkosmetik" ist leider nicht geschützt: naturnah, Pflanzenkosmetik und grüne Tuben sagen leider nichts über Qualität & Nachhaltigkeit aus!

Von der Tube in die Blutbahn

Die Haut ist unser grösstes Organ und nimmt alles "wie ein Schwamm" auf. Es benötigt etwa 2 Quadratmeter um einen Erwachsenen vollständig zu umhüllen. Ihre Funktionen reichen von Schutz, Regulation (Kreislauf und Körperwärme), über Sinnesorgan (z.B. Druck und Schmerz) bis hin zur Beteiligung an unserer Psyche. Schadstoffe in der Nahrung werden durch unsere Verdauung gefiltert, Kosmetik gelangt direkt in unseren Blutkreislauf.

Selbstgemachte Wohlfühlkosmetik ist umweltfreundlich, Luxus für deine Haut und du weisst ganz genau, was enthalten ist. Ausserdem kannst du dadurch ganz sicher sein, dass deine Pflegeprodukte nicht an Tieren getestet wurden. Ein kleiner Akt der kreativen Achtsamkeit, wohl duftend und abgestimmt auf deine Bedürfnisse. Und schon ist sie fertig, deine vielseitig einsetzbare Schüttellotion, der pflegende Lippenbalsam, das duftende Peeling oder die feste Handcreme.

Meine Lieblinge

Ein paar wenige Zutaten reichen schon aus, um deine ersten Produkte herzustellen.


· Sheabutter für Deocreme, Lippenbalsam, Sheasahne


Die Allrounderin für jeden Hauttyp. Rückfettend und feuchtigkeitsspendend, jedoch ohne die Poren zu verhärten und dadurch Unreinheiten auszulösen. Perfekt auch für die trockene Haut.


· Kaltgepresste Basisöle wie Jojoba-, Kokos- und Aprikosenkernöl für Gesichts- und Körperöle, Schüttellotion, Balsame


Bei den Pflanzenölen gibt es unterschiedliche Wirkungsweisen. Jojobaöl eignet sich sehr gut für alle Hauttypen. Es ist eine gute Basis für deine

Mischungen, relativ geruchsneutral und wirkt feuchtigkeitsbewahrend. Eigentlich ist es ein flüssiges Wachs und daher sehr stabil & lange haltbar. Für Haut, die zu Unreinheiten neigt, solltest du darauf achten, nicht

komedogene Öle zu verwenden. Sie verhärten die Poren nicht, ziehen schnell ein und hinterlassen bei diesem Hauttyp ein angenehmes Hautgefühl. Das sind z.B. Joiobaöl, Traubenkernöl, Arganöl, Wildrosenöl, Sonnenblumenöl und viele mehr.


· Bienenwachs oder veganes Wachs für Salben und Balsame


Schützt die Haut und gibt ihr Feuchtigkeit, ausserdem sorgt es bei festen Produkten für die gewünschte Konsistenz. Entzündungshemmend.


· 100% naturreine ätherische Öle für individuelle Wirkung und Duft


Passen perfekt in die natürliche Hautpflege. Sie besitzen Anti-Aging Eigenschaften, pflegen und nähren die Haut, können sogar Feuchtigkeit spenden. Belebend, beruhigend, entzündungshemmend… wähle hier nach deinen Bedürfnissen aus.


Sehr viele ätherische Öle wirken überdies stark antioxidativ und eliminieren auf diese Weise die Hauptursache von Falten und müder Haut.


Das Minutenrezept


Stelle ein Gläschen mit etwa 60 ml Fassungsvermögen bereit.

Fülle entweder 4EL Zucker oder feines Natursalz hinein.

Gib 3 EL Pflanzenöl (zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Mandelöl) dazu und vermische alles gut miteinander.

Für den Duft gibst du ein 100% reines ätherisches Öl deiner Wahl hinzu. Da reichen schon ein paar wenige Tropfen.


In die nasse Haut einmassieren, geniessen, abspülen und trocken tupfen. Eincremen ist nicht mehr nötig!


Du möchtest mehr?


Lerne die Anwendung der Öle kennen und mische deine ersten Pflegeprodukte in gemütlichem Ambiente mit meiner Anleitung.

Es ist einfach! Ich zeig dir, wie es geht.


Nächste Erlebnisabende über Ätherische Öle:

19. Dezember 2022, 19 Uhr

25. Januar 2023, 18.30 Uhr



Nächster Wohlfühlkosmetikkurs:

Samstag, 14. Januar 2023 von 14 Uhr bis 16.30 Uhr




Weitere Informationen und Workshops unter:

www.herzwerk-keramik.com




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