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ISG Beschwerden- Das Iliosakralgelenk


Das Iliosakralgelenk (ISG) oder auch Kreuzbein- Darmbein- Gelenk genannt, verbindet die untere Wirbelsäule mit dem Becken. Diese Verbindung wird durch straffe Bänder gehalten und ist nur sehr wenig beweglich, kann aber durch Fehlhaltungen oder Verletzungen verschoben werden. Bereits minimale Verschiebungen können zu Schmerzen führen und die Beweglichkeit stark einschränken.



Bild: Medi.de


Die Funktion des Iliosakralgelenks (ISG)

Das Iliosakralgelenk leitet beim Heben und Tragen das Gewicht von oben an Hüfte und Beine weiter und federt umgekehrt Stösse von den Beinen ab. Somit hat dieses Gelenk in erster Linie eine stabilisierende Funktion. Da sich das Gelenk nur minim bewegen kann, ist eine aktive Bewegung nicht möglich.


Welche Probleme können auftreten beim Iliosakralgelenk?

Die ISG- Blockade (ISG- Syndrom)

Betroffene verspüren Schmerzen im Bereich des Gelenkes, die auch ins Kreuz oder in die Beine ausstrahlen können. Typisch ist die Zunahme der Beschwerden im Verlauf des Tages, bei längerem Stehen oder sitzen, beim Heben oder Aufrichten aus dem Bücken.


Ursachen der Blockade/ Beschwerden

Überbelastung, Unfälle oder dauerhaft falsche Körperhaltung sind häufig Ursache für ein ISG- Syndrom. Es kann zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. Aber auch eine Beinlängendifferenz, ein lockerer Bandapparat (z.B. durch hormonelle Einflüsse in der Schwangerschaft), sowie chronische Erkrankungen wie Arthrose, rheumatische oder genetische Faktoren und Übergewicht können zu ISG-Beschwerden führen. Nur selten liegt ein Bandscheibenvorfall oder andere Schäden an der Wirbelsäule vor.

Wichtig: Treten Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Bein oder Fuss auf, sollte dies schnellst möglichst ärztlich untersucht werden (Bandscheibenvorfall).




Symptome

Oftmals treten die Beschwerden einseitig bei Belastung/ Bewegung auf und können bis ins Gesäss, die Leiste oder in die Beine ausstrahlen.


Therapie/ Behandlung

Körperliche Bewegung ist ein wichtiger Therapieansatz zur Linderung bei einer ISG- Symptomatik. Trotz Beschwerden ist es äusserst wichtig, dass sich die Betroffenen Menschen viel bewegen.


Werden Sie selber aktiv!

Übungen bei akuten Schmerzen:


Übung 1: Mit gestreckten Beinen auf den Rücken legen. Die Unterlage kann ein nicht zu weiches Bett sein, der Fußboden oder eine Liege. Ziehen Sie die Zehen an und schieben Sie die Beine mit der Ferse im Wechsel nach unten raus. Man kann die Übung auch mit leicht gespreizten Beinen machen, dann wirkt die Übung ein bisschen weiter oben in der Lendenwirbelsäule. Übung 2: Legen Sie sich auf die Seite. Das untere Bein ist gestreckt, das obere Bein wird angewinkelt abgelegt, hier kann der untere Arm helfen, das Knie auf den Boden zu schieben. Strecken Sie jetzt den oberen Arm und drehen Sie sich zur anderen Seite weg, so dass sich das Gelenk verdreht und dadurch eine Dehnung entsteht. Verweilen Sie fünf Sekunden und wechseln Sie die Seite. Übung 3: Legen Sie sich auf den Rücken. Winkeln Sie die Beine an. Die Arme strecken Sie zur Seite aus. Dann legen Sie im Wechsel die gebeugten Knie nach links und rechts. Drehen Sie den Kopf jeweils zur entgegengesetzten Seite, auf der die Beine zu liegen kommen. Dadurch wird das ISG besonders gut gedehnt.

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